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Frohes Schaffen und Sparen im Home-Office

Immer mehr Ange­stellte arbeiten zumin­dest teil­weise von zu Hause aus. Das Home-Office gilt vor allem als Instru­ment der Fami­li­en­freund­lich­keit. Aber Unter­nehmer können so auch eine Menge Geld sparen.


Text: Midia Nuri


Mittler­weile ist das Arbeiten im Home-Office in vielen Betrieben gängige Praxis. Frisch­ge­ba­ckene Eltern nutzen diese Möglich­keit ebenso wie versetzte Mitar­beiter, die für ihre neue Aufgabe nicht sofort ganz umziehen wollen und aushan­deln, etwa drei Tage vor Ort zu arbeiten und zwei von zu Hause aus. Unter­neh­mern gilt das Home-Office zu Recht zuneh­mend als probates Mittel, mit besserer Work-Life-Balance und mehr Fami­li­en­freund­lich­keit bei (poten­zi­ellen) Mitar­bei­tern zu punkten und even­tu­elle Wett­be­werbs­nach­teile auf dem Perso­nal­markt so auszu­glei­chen. Jeder dritte Betrieb hat sich schon dem Thema geöffnet, sagt der Bran­chen­ver­band Bitkom. Und bereits vor Jahren ergab eine andere Studie des IT-Verbands, dass vier von zehn Ange­stellten zumin­dest zeit­weise das Home-Office nutzen.

Mit dem Home-Office lassen sich die Büro­kosten senken

Aber das Home-Office ist nicht nur ein Argu­ment bei der Mitar­bei­ter­suche und -bindung, es wirkt sich auch positiv auf die Produk­ti­vität der Beschäf­tigten aus, wie Sie hier schon lesen konnten. Mit stei­genden Miet- oder Immo­bi­li­en­preisen rückt für Firmen­chefs zudem ein weiterer Aspekt in den Vorder­grund, der für das Home-Office spricht. Das Betrei­ber­un­ter­nehmen des Blog­tools WordPress.com, hat kürz­lich aus Kosten­gründen sein 1.400 Quadrat­meter großes Büro geschlossen und die Mitar­beiter ins Home-Office geschickt. Gut, Home-Office war dort bereits das übliche Modell – Entwickler arbeiten offenbar beson­ders gern zu Hause. Und für viele Unter­nehmen dürfte es keine echte Alter­na­tive sein, das eigene Büro ganz zuzu­ma­chen. Aber das Beispiel ist ein guter Anlass, mal intensiv über die Kosten von Arbeits­plätzen im eigenen Firmen­ge­bäude im Vergleich zu jenen im Home-Office nach­zu­denken. Viel­leicht kommt dabei ja raus, dass sich die Büro­fläche durch eine inten­si­vere Nutzung von Home-Office-Ange­boten locker halbieren und so – trotz der Ausstat­tung komfor­ta­bler Arbeits­plätze in den Wohnungen der Beschäf­tigten – eine Menge Geld sparen ließe. Der Betreiber von WordPress.com hat übri­gens auch eine Lösung für jene Ange­stellten gefunden, die ganz gerne unter Leuten arbeiten: Sie bekommen einen Zuschuss von bis zu 250 US-Dollar monat­lich etwa für einen Platz im Cowor­king-Space.

Aber Heim­ar­beit ist auch eine Frage des Arbeits­rechts

Bevor Sie jetzt ange­sichts der enormen Vorteile für Unter­nehmen wie Mitar­beiter gleich alle Büros schließen und jeden ins Home-Office schi­cken: Diese Art des Arbei­tens funk­tio­niert natür­lich nur, wenn vorher wich­tige Fragen geklärt sind. Tech­nisch ist es kein Problem, seine Mitar­beiter überall zu verteilen, das war hier ja schon zu lesen. Mensch­lich stellen soge­nannte Remote-Teams – die also prak­tisch fern­ge­steuert werden – aber beson­dere Heraus­for­de­rungen an die Beleg­schaft. Hierzu hat das Unter­neh­mer­ma­gazin „impulse“ nütz­liche Tipps zusam­men­ge­stellt. Und auch ergo­no­misch sollten Arbeit­geber einiges beachten. Falls das Home-Office dann noch für Ihr Unter­nehmen und Ihre Mitar­beiter inter­es­sant ist, müssen Sie vor allem noch recht­liche Fragen mit dem Anwalt klären. Aus den Augen heißt auch beim Personal im Home-Office natür­lich nicht: aus dem Sinn.


Bei Fragen spre­chen Sie uns gerne an.


Quelle: www.trialog-unternehmerblog.de
Heraus­geber: DATEV eG, Nürn­berg

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